Fußball KirchMedia will Bundesligarechte behalten
Düsseldorf - "Wir sind in sehr konstruktiven Gesprächen mit der Deutschen Fußball-Liga und haben ein faires Angebot abgegeben, das auch sehr gut aufgenommen wurde", sagte der Sportrechte-Chef des Münchner Unternehmens, Alexander Liegl, dem "Handelsblatt".
Das Geschäft mit der Bundesliga lasse sich durchaus profitabel betreiben. "Ob wir allerdings wieder das Risiko der Pay-TV-Rechte aufnehmen, ist noch nicht geklärt. Schließlich haben wir von Premiere schon seit Oktober kein Geld mehr gesehen", sagte der Manager.
Falls sein Unternehmen die Bundesliga wie geplant weiter vermarkte, werde dafür eine eigene Projektgesellschaft als Teil von KirchSport gegründet. KirchSport bleibe also in der neuen KirchMedia, betonte Liegl: "Das ist ein sehr profitabler Bereich mit viel Sportvermarktungskompetenz. Zusätzlich zum bisherigen Geschäft wollen wir künftig auch die TV-Produktion von Sportereignissen in der KirchSport intensivieren. Das könnte bedeuten, dass wir Teile der Konzern-Tochter Plazamedia eingliedern."
Zum Streit mit ARD und ZDF über die digitale Satelliten-Ausstrahlung von WM-Spielen sagte der Sportrechte-Chef: "ARD und ZDF haben sich vertraglich verpflichtet, den digitalen Empfang der WM über Satellit auf Deutschland zu beschränken und die Ausstrahlung zu verschlüsseln. Wenn die nun selbst nicht an ihre Verschlüsselung glauben und deshalb die WM nicht ausstrahlen, ist das deren Problem."