Fußball-WM 2002: Spanische Telefongesellschaft droht Kirch - DER SPIEGEL
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Fußball-WM 2002 Spanische Telefongesellschaft droht Kirch

Die spanische Telefongesellschaft Telefónica hat als Besitzerin des Pay-TV-Senders Via Digital von der KirchGruppe eine Klärung im Streit um die Verschlüsselung der Spiele bei der Fußball-WM 2002 gefordert. Telefónica droht mit einer Schadenersatzklage in nicht bekannter Höhe.
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München - Via Digital hat der KirchGruppe umgerechnet rund 330 Millionen Mark für die spanischen Exklusivrechte an der WM bezahlt. Der spanische Pay-TV-Anbieter verlangt zum Schutz seines Programms eine Verschlüsselung der 25 Live-Spiele, die von ARD und ZDF übertragen werden, da die beiden Sender auch auf Mallorca und den Kanaren zu empfangen sind.

Sollte dies nicht gewährleistet sein, könnten die ARD- und ZDF-Übertragungen via Parabolantenne auch in Spanien empfangen werden - und zwar frei Haus. Die erforderliche Antenne ist in Spanien bereits ab umgerechnet 180 Mark zu erwerben. ARD und ZDF müssen bis zum kommenden Sommer die technischen Voraussetzungen schaffen, ihr WM-Programm bei Live-Spielen verschlüsselt auszustrahlen.

Ohne eine Verschlüsselung wäre nach Ansicht von Telefónica der Exklusivcharakter der von Kirch gekauften Übertragungsrechte dahin. Telefónica erwägt offenbar, Kirch in diesem Fall wegen Vertragsbruchs zu verklagen.

Bereits am Samstag hatte eine 60-Millionen-Schadenersatzklage von Telefónica für einen Eklat gesorgt: Das ZDF durfte bei der Übertragung der Auslosung aus dem südkoreanischen Pusan kurzfristig keine Live-Bilder ausstrahlen, weil die Bilder für Deutschland nicht verschlüsselt ausgestrahlt werden konnten.