G20 wollen Welt Billionen-Wachstumsschub geben - DER SPIEGEL
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G20-Programm für mehr Wachstum Der Zwei-Billionen-Dollar-Plan

Gastgeber Australien steuert das G20-Treffen auf wirtschaftliche Fragen - und kündigt gemeinsame Anstrengungen der Industrienationen an, um mit einem gewaltigen Wachstumsimpuls Millionen neuer Arbeitsplätze zu schaffen.
Australiens Finanzminister Joe Hockey: "Zwei Billionen Dollar mehr globale Wirtschaftsleistung"
Australiens Finanzminister Joe Hockey: "Zwei Billionen Dollar mehr globale Wirtschaftsleistung"

Australiens Finanzminister Joe Hockey: "Zwei Billionen Dollar mehr globale Wirtschaftsleistung"

Foto: Getty Images/Ray Cash
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Brisbane - Die G20 wollen der Weltwirtschaft in den kommenden Jahren einen kräftigen Wachstumsschub geben. Der Plan dazu stehe, sagte Australiens Finanzminister Joe Hockey kurz vor dem offiziellen Beginn des Treffens der Staats- und Regierungschefs aus den wichtigsten Schwellen- und Industrieländern. "Ich freue mich sehr, dass wir diesen Plan wie versprochen den G20-Staatschefs heute vorlegen können." Dieser ziele darauf ab, mit zusätzlichen Reformen und Investitionen das Wirtschaftswachstum in der Welt innerhalb der nächsten fünf Jahre um zwei Prozentpunkte zu erhöhen.

"Das bedeutet übersetzt rund zwei Billionen Dollar mehr globale Wirtschaftsleistung und Millionen neuer Stellen", sagte der Minister. Er sprach von rund tausend Einzelinitiativen, zu denen sich die G20-Staaten verpflichtet hätten, um den Wachstumsplan mit Inhalt zu füllen. "Während wir in vielen Teilen der Welt wirtschaftlichen Herausforderungen entgegenstehen, bin ich zuversichtlich, dass unser Bekenntnis von zwei Prozent das Wachstum bringt, dass die Welt benötigt."

Zudem schlagen die Finanzminister nach den Worten Hockeys eine globale Investitionsinitiative für den Infrastrukturbereich vor. Dabei gehe es um eine bessere Zusammenarbeit von staatlichen und privaten Partnern. Als dritte wichtige Initiative aus dem Finanzbereich, die der Gipfel sich zu eigen machen werde, nannte Hockey das Aktionsprogramm gegen Steuervermeidungen und Gewinnverlagerungen von Großkonzernen. Bei der Konkretisierung der insgesamt 15 einzelnen Aktionspunkte sei man nun zur Hälfte durch, der Rest müsse unter der türkischen G20-Präsidentschaft im nächsten Jahr abgearbeitet werden, sagte Hockey. Hinzu kämen weitere Regulierungen im Finanzbereich.

Australien will als Gastgeberland des G20-Gipfels in Brisbane den Schwerpunkt des Treffens auf wirtschaftliche Fragen legen und es nicht von politischen Krisen dominieren lassen. Das Treffen hat traditionell seinen Schwerpunkt bei Fragen der internationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik. Er wird aber in diesem Jahr überschattet durch Konflikte wie in der Ukraine, im Mittleren Osten sowie den Folgen der Ebola-Seuche. Auch die Klimaschutzpolitik spielt eine Rolle.

wit/Reuters