G7: Angst vor zu starkem Yen - DER SPIEGEL
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G7 Angst vor zu starkem Yen

Die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G-7)hat am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung ihre Bedenken zur gegenwärtigen Stärke der japanischen Währung geäußert.
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Tokio - Sie teilten Japans Befürchtungen, dass der starke Yen die Exportindustrie schwächen und die wirtschaftliche Erholung des Landes gefährden könne, erklärten die Finanzminister und Notenbankpräsidenten der G-7 in einer nach dem eintägigen Treffen in Tokio veröffentlichten Stellungnahme. Es gebe zwar Zeichen für bessere Aussichten auf Wachstum in den wichtigsten Wirtschaftsräumen, es sei jedoch unklar, ob Japans wirtschaftliches Wachstum sich fortsetzen werde. "Japans Wirtschaft hat ermutigende Zeichen der Erholung gezeigt, obwohl eine andauernde Wiederbelebung noch gefestigt werden muss", hieß es in der Erklärung. "Maßnahmen zur Stärkung des Finanzsystems und strukturelle Reformen sind weiter wichtig." Der starke Yen hat die G-7 bereits auf ihrem letzten Treffen im September beschäftigt. Der Kurs lag bei rund 105 Yen je Dollar, ein Yen über dem Kursniveau im September vergangenen Jahres. Außerdem ging es in Tokio um die Lage der Weltwirtschaft, die Perspektiven der russischen Wirtschaft, das Instrumentarium zur Bewältigung von Finanzkrisen und um die Schuldeninitiative für die ärmsten Entwicklungsländer. In der Abschlusserklärung hieß es, Asien habe die Finanzkrise früher und besser überwunden als erwartet. Auch die Bedingungen in Lateinamerika hätten sich verbessert. Das Ziel für die USA und Kanada müsse nun sein, das Wachstum und die niedrigen Arbeitslosen-und Inflationsraten zu halten. Es hieß, auch die Wirtschaft in Großbritannien habe sich stark verbessert und verfüge über einen stabilen Arbeitsmarkt.

Auch in der Euro-Zone sei die Wiederbelebung der Wirtschaft angelaufen. Angesichts der sinkenden Arbeitslosigkeit, die in vielen Ländern aber immer noch hoch sei, müssten makroökonomische und strukturelle Maßnahmen zur Stärkung des Wachstums fortgesetzt werden. Die Finanzminister begrüßten "günstige Entwicklungen" in einigen Bereichen der russischen Wirtschaft und forderten die Regierung auf, für mehr Transparenz und finanzpolitische Verlässlichkeit zu sorgen. Außerdem müssten Korruption und Geldwäsche bekämpft werden. Zur Gruppe der G-7 gehören die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada und Frankreich.