Gasfeld: E.on einigt sich nach Jahren mit Gazprom - DER SPIEGEL
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Gasfeld E.on einigt sich nach Jahren mit Gazprom

Der Durchbruch ist da: Nach jahrelangen Verhandlungen einigen sich E.on und der russische Energieriese Gazprom auf die gemeinsame Ausbeutung eines Gasfelds in Sibirien. Dafür gibt E.on einen Teil seiner Gazprom-Anteile zurück.
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Düsseldorf - E.on beteiligt sich an der Betreibergesellschaft des sibirischen Gasfelds Juschno Russkoje. E.on Ruhrgas halte künftig 25 Prozent an der OAO Severneftegazprom (SNGP), teilte der Düsseldorfer Konzern am Donnerstag mit. Gazprom halte knapp 51 Prozent an der Gesellschaft.

Im Gegenzug verringert E.on zugunsten von Gazprom seine Beteiligung an dem russischen Energieriesen um drei Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Deshalb gibt E.on seinen 49 Prozentanteil an der russischen Gesellschaft ZAO Gerosgaz ab. Über die Gesellschaft hatte E.on bislang knapp drei Prozent an Gazprom   gehalten.

E.on will mit dem Gasfeld Juschno Russkoje seinen Gasbezug aus eigenen Quellen vergrößern. "Wir wollen zukünftig mindestens zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas aus eigenen Feldesbeteiligungen beziehen", sagte Ruhrgaschef Bernhard Reutersberg. Juschno Russkoje verfügt über Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmetern - das ist mehr als sechsmal so viel, wie in Deutschland in einem Jahr verbraucht wird.

E.on   hatte sich bereits 2006 im Grundsatz mit Gazprom verständigt, über die Details jedoch anschließend nicht einigen können. Gazprom hatte unter dem Verweis auf den zwischenzeitlich stark gestiegenen Gaspreis Nachforderungen gestellt. E.on hatte den Russen ursprünglich Minderheitsanteile an E.on-Geschäften in Ungarn sowie einen Barausgleich angeboten.

cvk/Reuters/dpa