Geänderte Werbung: Das Brausepulver-Risiko - DER SPIEGEL
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Geänderte Werbung Das Brausepulver-Risiko

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der schwedische Autobauer Volvo beendete vergangene Woche rasch eine Aktion zur Erinnerung seiner Kunden an die anstehende Jahresinspektion. Unter dem Motto "Refresh your Car" hatte Volvo Briefe verschickt, die auch ein Vitamin C-Brausepulver enthielten. Angesichts der Milzbrand-Fälle in den USA seien einige Kunden irritiert gewesen, sagte ein Unternehmens-Sprecher.

Das Kölner Energieunternehmen Yello Strom machte mit Traubenzucker ähnliche Erfahrungen. Durch Ungeschicklichkeit eines Postboten zerbröselte der Zucker und rieselte bei einer Kundin aus dem Umschlag. Die Kampagne sei sofort gestoppt worden, so ein Sprecher von Yello.

Eine Ski-Werbe-Kampagne wurde Mitte dieser Woche in Frankreich hastig abgesagt. Säckchen mit Kunststoff-Schnee hatten mehrfach zu falschen Milzbrand-Alarmen geführt. Sie seien durch Fotos von glücklichen Kühen ersetzt worden, teilte das Tourismus-Büro von Les Arcs in Savoyen mit.

Mit Ansichten von Hochhäusern in New York werden die Zigarettenkonzerne Philip Morris und British American Tobacco künftig nicht mehr werben. Entsprechende Kampagnen (Philip Morris Light American und Pall Mall) seien sofort nach dem 11. September gestoppt worden, versichern beide Unternehmen.

Auch die Telefonauskunft Telegate AG arbeitet nach den Aussagen einer Sprecherin gerade an einem neuen Werbekonzept. Ein "nagelneuer" Fernseh-Spot war nach dem 11. September nicht mehr zu gebrauchen: Die Bilder zeigten ein Flugzeug, das durch einen Wolkenkratzer hindurch flog.

Lufthansa stoppte am selben Tag eine Kampagne mit Bildern von einem Flugzeug, das hinter einem Vorfeldwagen herrollt und dem passenden Text: "Zugegeben, wir überlassen schon mal anderen die Führung."