Gehälter: Blackstone-Chef streicht 400 Millionen Dollar ein - DER SPIEGEL
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Gehälter Blackstone-Chef streicht 400 Millionen Dollar ein

Das Salär von Stephen Schwarzman ist etwa vier Mal höher als die Gehälter aller 30 Dax-Chefs zusammen. Allein im vergangenen Jahr kassierte der Blackstone-Gründer knapp 400 Millionen Dollar.
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New York - Wie am Montag aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorging, strich der Manager für das abgelaufene Geschäftsjahr exakt 398,3 Millionen Dollar an Bar-Bezügen ein und dürfte beim jetzt geplanten Börsengang noch einmal um mindestens 450 Millionen Dollar reicher werden.

Im Vergleich dazu muten die Chefs der deutschen Großkonzerne zwar an wie Kleinverdiener: Das Salär Schwarzmans liegt etwa vier Mal höher als die Gehälter aller 30 Dax-Firmenchefs zusammen; doch im Verhältnis zum Wert seiner Blackstone-Anteile wirkt auch Schwarzmans Gehalt nicht mehr so exorbitant: Sollte die Investmentgesellschaft wie geplant an die Börse gehen, würde der Investmentguru schlagartig in die Topliga der reichsten Menschen der Welt aufsteigen. Nach dem geplanten Blackstone-Börsengang soll Schwarzman der Mitteilung zufolge 23 Prozent an der Investmentfirma halten. Sollten die Aktien für jeweils 30 Dollar ausgegeben werden, wäre sein Anteil 7,73 Milliarden Dollar wert.

Blackstone musste im Rahmen des Börsengangs erstmals die Bezüge seiner Führung öffentlich machen und gab damit einen seltenen Einblick in sein Management. Danach bekommt der zweite Blackstone-Mitgründer Peter Peterson ein Jahresgehalt von knapp 213 Millionen Dollar und soll nach dem IPO vier Prozent an der Investmentfirma halten. Schwarzman und Peterson gründeten Blackstone vor 22 Jahren mit einem Startkapital von 400.000 Dollar.

Inzwischen hält die Gesellschaft Beteiligungen im Wert von 88 Milliarden Dollar, unter anderem auch an der Deutschen Telekom   und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Immobilienbesitzern in Deutschland. Weitere drei Milliarden Dollar will China Medienberichten zufolge in den kommenden Monaten bei Blackstone anlegen.

Von dem Börsengang verspricht sich die Beteiligungsgesellschaft mehr Flexibilität beim Zugang zu frischem Geld und neue Möglichkeiten, die Beschäftigten zu entlohnen. Insgesamt werden aber nur rund zehn Prozent an Blackstone an den Aktienmarkt gebracht. Das Volumen des für kommende Woche erwarteten IPOs liegt damit bei etwa 3,9 Milliarden Dollar. Schwarzman wird aus dem Verkauf seiner Anteile bis zu 677 Millionen Dollar einnehmen.

mik/Reuters/AP