Gelassener Porsche-Chef: Wiedeking fühlt sich "pudelwohl" - DER SPIEGEL
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Gelassener Porsche-Chef Wiedeking fühlt sich "pudelwohl"

Keine Pläne für einen Rücktritt, keine Angst vor einem Rauswurf: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking bezeichnet sich als "glücklichen Vorstandsvorsitzenden". Während die Eigentümer um die Zukunft des Sportwagenherstellers ringen, sieht er keinen Grund, das Unternehmen zu verlassen.
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Ingolstadt - Einer, der kurz vor der Ablösung oder dem freiwilligen Abgang steht, äußert sich anders als Wendelin Wiedeking. Der Porsche-Chef sieht nach eigenen Worten überhaupt keinen Grund, sich bei dem Sportwagenhersteller zurückzuziehen. "Warum soll man zurücktreten, wenn man einen ordentlichen Vertrag hat?", sagte Wiedeking am Donnerstagabend in Ingolstadt - am Rande der 100-Jahr-Feier der Volkswagen-Tochter Audi.

"Ich bin ein glücklicher Vorstandsvorsitzender und fühle mich in dieser Rolle pudelwohl. Wir haben eine Aufgabe für die Firma zu lösen und für die Belegschaft", sagte Wiedeking weiter. Zuletzt hatten Spekulationen über seinen Abtritt die Runde gemacht.

Über das künftige Verhältnis von Porsche und dessen Tochter Volkswagen liege Ihm noch keine Entscheidung der Porsche-Eigentümerfamilien vor. "Wir werden sehen, wie die Eigentümer entscheiden", sagte Wiedeking. Ein integrierter Konzern sei die Strategie aller Beteiligten. Der Sportwagenbauer Porsche hat sich mit der Übernahme des deutlich größeren VW-Konzerns verhoben und sucht nun nach Lösungen, um seinen milliardenschweren Schuldenberg abzutragen.

An der Audi-Feier nahm auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der Aufsichtsrat bei VW ist, teil. Mit Blick auf die Zukunft von Volkswagen und Porsche sagte er: "Heute wird gefeiert, Donnerstag wird entschieden. Diese Zeit nehmen wir uns." An diesem Tag sind Aufsichtsratssitzungen beider Konzerne anberaumt. Wulff sagte, er sehe dem Donnerstag "mit großer Zuversicht" entgegen. Niedersachsen hält rund 20 Prozent der VW-Anteile.

tko/Reuters