Geldbuße Ex-Hedgefondsmanager muss Teddysammlung versteigern
Steiff-Produktion in Giengen: Geschätzter Wert von 1,4 Millionen Euro
Foto: Stefan Puchner/ picture-alliance/ dpaHamburg - Paul Greenwood hat es schwer getroffen. Erst flog der Ex-Hedgefondsmanager wegen der Veruntreuung von Kundengeldern auf, dann verurteilte ihn ein US-Gericht zu einer Millionenbuße, jetzt muss der Betrüger auch noch seine geliebte Teddysammlung aufgeben. Noch in diesem Monat will das Londoner Auktionshaus 's die Kollektion versteigern.
13.000 Steiff-Teddys nennt Greenwood laut "Financial Times Deutschland" sein eigen. Die Sammlung sei von außerordentlicher Qualität, urteilt Jasper Pearson, Teilhaber des auf alte Stofftiere spezialisierten Händlers Sue Pearson, gegenüber dem Branchendienst "Bloomberg". Greenwood habe "nur museumswürdige Stücke von neuwertigem Zustand" erworben, sagt der Experte. Der geschätzte Wert der Sammlung: 1,4 Millionen Euro.
Doch selbst wenn Christie's diese Summe erlösen sollte - an Greenwoods prekärer Lage ändert das kaum etwas. Der Ex-Manager soll von 1996 bis zu seiner Verhaftung im Februar 2009 gemeinsam mit seinem Partner Steve Walsh Anleger um rund 554 Millionen Dollar geprellt haben. Greenwood hat sich mit der Staatsanwaltschaft darauf geeinigt, eine Geldbuße von 83,5 Millionen Dollar zu zahlen. Außerdem drohen Greenwood 85 Jahre Haft. Das Urteil soll am 1. Dezember verkündet werden.