Geldmarkt: Comeback des Sparbuchs - DER SPIEGEL
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Geldmarkt Comeback des Sparbuchs

Ein Comeback erlebt das in den vergangenen guten Börsenjahren verschmähte Festgeld. Sogar das zuletzt mitleidig belächelte Sparbuch ist wieder gefragt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

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er Markt für kurzfristig angelegtes Geld boomt ­ trotz karger Zinsen von nur etwa 1,5 bis 5 Prozent. Experten erklären das Phänomen mit der Angst vor einem weiteren Kursrutsch an den Börsen. So legten die Kunden der DWS im ersten Halbjahr 2000 netto 7,9 Milliarden Euro bei der Fondsgesellschaft an ­ 5,9 Milliarden Euro davon in Aktienfonds. Dieses Jahr zahlten die Kunden netto 5,4 Milliarden ein, wollten davon aber nur 1,4 Milliarden Euro in Aktien anlegen, den Löwenanteil steckten sie in so genannte Geldmarktfonds, die in festverzinsliche Cash-Anlagen investieren. "Der Zinsertrag ist ordentlich", sagt DWS-Sprecher Thomas Richter, "das Risiko und der Wertverlust dagegen gleich null." Richter beurteilt das Verhalten der Anleger zwiespältig. "Bei den niedrigen Kursen müssten sie Aktien kaufen, allerdings gehören in der jetzigen Situation die nötigen Nerven dazu."