Geldnot: Währungsfonds gewährt Gnadenfrist - DER SPIEGEL
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Geldnot Währungsfonds gewährt Gnadenfrist

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Buenos Aires - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Argentinien einen Zahlungsaufschub für ein Jahr für einen Kredit über 933 Millionen Dollar gewährt. Damit verringern sich die fälligen Zahlungen an den IWF in diesem Jahr auf rund fünf Milliarden Dollar. Nach den bestehenden Regeln muss das Land aber nach Ablauf der Frist für den aufgeschobenen Kredit auch höhere Zinsen zahlen.

Wie IWF-Direktor Horst Köhler am Mittwoch in Washington sagte, soll dies Argentinien helfen, die derzeitige "schwierige wirtschaftliche und soziale Lage" zu überwinden. Köhler begrüßte die Ankündigung des argentinischen Präsidenten Eduardo Duhalde, eng mit dem IWF zusammenzuarbeiten.

Unmittelbar bevor der IWF die Gnadenfrist ankündigte, hatte Argentinien seine Bereitschaft zur Schuldentilgung bei allen internationalen Finanzinstitutionen zugesichert, privaten Gläubigern wollte die Regierung allerdings keine Hoffnungen machen. Insgesamt werden die Auslandsschulden Argentiniens werden auf 141,2 Milliarden US-Dollar (158,1 Milliarden Euro) geschätzt.

Die Europäische Kommission teilte mit, sie werde sich für eine Unterstützung Argentiniens einzusetzen, falls die Regierung in Buenos Aires ihren Wirtschaftsplan nachbessere. Die Kommission zweifle jedoch daran, dass der derzeitige Plan von Präsident Eduardo Duhalde zu einer Beruhigung der unruhigen Lage beitragen könne, hieß es in einem internen Papier der Kommission.

Auch US-Präsident Bush sicherte Argentinien Unterstützung bei der Überwindung der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise zu, sofern es eine solide Reformgrundlage schafft. "Sobald sich Argentinien zu einem gesunden und dauerhaft durchsetzbaren wirtschaftlichen Plan verpflichtet hat, werden wir Hilfe für Argentiniens durch die internationalen Finanzinstitutionen unterstützen", sagte er.