Geldsegen: Bahn bekommt eine Milliarde für das Schienennetz - DER SPIEGEL
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Geldsegen Bahn bekommt eine Milliarde für das Schienennetz

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe will der Bahn einem Pressebericht zufolge beim Streckenausbau finanziell unter die Arme greifen. Einen Dämpfer musste das Unternehmen indes bei der geplanten Fahrpreiserhöhung im Nahverkehr hinnehmen.
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Berlin - Stolpe hat sich mit Finanzminister Hans Eichel auf eine entsprechende Finanzspritze für den Schienenkonzern geeinigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Damit kann die Bahn nun zehn weitere Bauprojekte fortsetzen oder beginnen.

Dazu zählen der viergleisige Ausbau der Strecke Augsburg-München und der teilweise zweigleisige Ausbau sowie die Elektrifizierung der Trasse von Hamburg nach Lübeck. Auch für die Verbindungen Karlsruhe-Basel und Nürnberg-Erfurt fließen nun zusätzliche Mittel.

Wie aus dem ursprünglichen Finanzplan des Bundes hervorgeht, hätte die Bahn bis 2008 nur noch 2,2 Milliarden Euro bekommen, obwohl alleine für die Modernisierung der bestehenden Trassen schon 2,5 Milliarden Euro notwendig sind. Laut Stolpe sind nunmehr bis 2008 in jedem Jahr auch Mittel für den Netzausbau verfügbar.

Länder stoppen Fahrpreiserhöhung

Eine Niederlage musste das Unternehmen hingegen bei der geplanten Fahrpreiserhöhung hinnehmen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat auf Druck der Bundesländer die Aufschläge im Nahverkehr der Bahn zunächst gestoppt.

"Wir haben gegen die Entscheidung des Regierungspräsidiums Widerspruch eingelegt", sagte ein Bahn-Sprecher am Donnerstag in Berlin. Die Bahn will zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember im Nahverkehr die Preise um durchschnittlich 3,6 Prozent anheben. Dies trifft in erster Linie Berufspendler.

Das Bundesverkehrsministerium wird als letzte Instanz nun eine Entscheidung treffen müssen. In der Vergangenheit wurden die Preiserhöhungen meist genehmigt. Die Bundesländer müssten sonst selbst für den Einnahmeverlust der Bahn aufkommen.