Geldsegen: Steuereinnahmen stark gestiegen - DER SPIEGEL
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Geldsegen Steuereinnahmen stark gestiegen

Zum Ende seiner Amtszeit als Bundesfinanzminister darf Hans Eichel sich noch einmal über gute Nachrichten freuen: Bund und Länder haben einem Zeitungsbericht zufolge in diesem September deutlich mehr Steuern eingenommen als im Vorjahresmonat.
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Düsseldorf - Gut 40 Milliarden Euro nahm der Fiskus dem Handelsblatt zufolge im September ein - ein Plus von 1,6 Milliarden Euro im Vergleich zum September 2004. Damit habe sich ein Trend bestätigt, der sich schon in den Sommermonaten abgezeichnet hätte, hieß es in Steuerschätzerkreisen.

Mit diesem "sehr guten Ergebnis" werde es nun immer wahrscheinlicher, dass bei der Steuerschätzung am 3. November die Einnahmen nicht erneut nach unten korrigiert werden müssen, sagten Experten dem Blatt. Zuletzt hatten die Steuerschätzer ihre Prognose neunmal in Folge revidiert.

Im Einzelnen legten die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern, wie etwa aus der Lohn- und Umsatzsteuer, um 4,5 Prozent zu. Die Gemeinschaftsteuern tragen rund zwei Drittel zum Gesamtaufkommen bei. Die Bundessteuern stiegen um 2,4 Prozent, die Ländersteuern um 3,9 Prozent. Die Gemeindesteuer werden von der Monatsstatistik nicht erfasst.

Der September ist für die Finanzminister einer von vier wichtigen Monaten im Jahr: Denn jeweils im letzten Quartalsmonat leisten Unternehmen und Einkommensteuerzahler ihre Vorauszahlungen. Deshalb sind die Einnahmen deutlich höher, als sonst.

Der starke Anstieg der gewinnabhängigen Steuern sei vor allem auf die üppigen Gewinne der Unternehmen zurückzuführen. Die Körperschaftsteuer zog im September um zwölf Prozent an. Die veranlagte Einkommensteuer, die vor allem Unternehmer zahlen, stieg um fast zehn Prozent. Günstig entwickelte sich auch die Umsatzsteuer mit einem Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts der Steuersenkungen zum Jahresbeginn fiel der Rückgang der Lohnsteuer um zwei Prozent moderat aus.