General Motors: Gewinn verdoppelt - DER SPIEGEL
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General Motors Gewinn verdoppelt

General Motors fährt der Konkurrenz davon. Der weltgrößte Autokonzern meldet vor allem auf dem amerikanischen Markt kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen. In Europa sieht es dagegen weiter traurig aus.
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Detroit - General Motors   (GM) hat im zweiten Quartal rund 1,5 Milliarden Dollar verdient, im Vorjahreszeitraum waren es noch 766 Millionen Dollar. Wie das Unternehmen am Dienstag vor Handelsbeginn an der Wall Street in Detroit mitteilte, stieg der Gewinn je Aktie damit auf 2,63 (Vorjahr 1,37) US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 2,44 Dollar gerechnet.

Konzernchef Jack Smith bekräftigte bei der Vorlage des Zwischenberichts die Erwartung, im Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von sechs US-Dollar erwirtschaften zu können. "Wir profitieren vor allem von der besser als erwarteten Autokonjunktur in Nordamerika und wollen diese Dynamik auch ins zweite Halbjahr hinüberretten", sagte Smith.

Die weltweite Produktion von Automobilen der GM-Gruppe sei im zweiten Quartal 2002 im Jahresvergleich um rund sieben Prozent gestiegen, sagte Vorstandschef Rick Wagoner. In Nordamerika seien sogar 14 Prozent mehr Fahrzeuge von den Bändern gerollt.

Nach Angaben der Konzernleitung konnte General Motors seinen Marktanteil in den USA auf 28,1 Prozent ausbauen, ein Jahr zuvor habe dieser noch bei 27,3 Prozent gelegen. Wagoner führt dies vor allem auf die Einführung neuer Modelle wie den Cadillac CTS, den Chevrolet TrailBlazer und den GMC Envoy zurück.

In Europa habe sich der Verlust der GM-Gruppe (Opel) den Angaben zufolge im zweiten Quartal leicht von 154 Millionen US-Dollar auf 115 Millionen US-Dollar verringert. "Wir arbeiten weiter daran, massiv Kosten zu senken und die Kapazitäten besser zu nutzen", sagte Wagoner. Auch die Zusammenarbeit mit dem italienischen Konzern Fiat, an dem GM rund 20 Prozent hält, habe sich bereits positiv ausgewirkt.

Im Automobilgeschäft ohne Berücksichtigung anderer Aktivitäten seien unter dem Strich im ersten Quartal rund 1,1 Milliarden US-Dollar eingenommen worden, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Im Vorjahreszeitraum hatte GM hier lediglich rund 410 Millionen US-Dollar eingenommen.

Analysten hatten zuletzt wiederholt ihre Erwartung geäußert, dass der Autokonzern durch erhöhte Produktivität und bessere Fahrzeugqualität eine Stabilisierung seiner Marktanteile in den wichtigsten Märkten erreicht haben dürfte. Zudem sei GM mittlerweile deutlich besser aufgestellt als die beiden Hauptkonkurrenten Ford und DaimlerChrysler  .