General Motors: Harter Winter - DER SPIEGEL
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General Motors Harter Winter

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Detroit - General Motors (GM) musste zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen seine Produktions-Planzahlen für das erste Quartal senken und lieferte damit ein weiteres Indiz für eine abflauende Branchenkonjunktur.

Die Produktion in Nordamerika werde wegen einer nachlassenden Nachfrage in den ersten drei Monaten 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum voraussichtlich um 21 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge sinken, teilte GM am Montag mit.

Anfang Dezember hatte der Konzern noch einen Rückgang um 14,5 Prozent auf 1,3 Millionen Autos prognostiziert. Die pessimistischeren Prognosen der großen US-Konzerne für dieses Jahr sind eines der Hauptthemen bei der gerade angelaufenen Auto-Schau in Detroit.

Unklare Konjunkturentwicklung und unsichere Verbraucher

Zur Begründung der Produktionssenkung nannte GM die nachlassende kurzfristige Nachfrage auf Grund einer unklaren Konjunkturentwicklung und der Unsicherheit der Verbraucher sowie die relativ hohen Lagerbestände bei den Händlern angesichts eines ungewöhnlich harten Winters.

Die beiden anderen großen Autohersteller haben ihrerseits gerade erst massive Produktionsrückgänge für das erste Quartal angekündigt: Ford um 17 Prozent auf 1,05 Millionen Fahrzeuge und DaimlerChrysler um 26 Prozent auf 678.700.

Goldman Sachs und Burnham uneinig

Die Investmentbank Goldman Sachs senkte unterdessen am Montag ihre Gewinnprognosen für GM und Ford. Das Investmenthaus Burnham Investment Research erklärte indes, die Zinssenkung durch die amerikanische Notenbank in der vergangenen Woche komme der Branche zu Gute: "Trotz der gegenwärtigen unguten Aussichten ist es wahrscheinlich inzwischen wieder Zeit, Autoaktien zu besitzen."

Autokonzerne profitieren für gewöhnlich von einer Zinssenkung, weil dann auch die Kunden bei Kreditkäufen tendenziell niedrigere Zinsen zahlen müssen.