General Motors Produktion lahm gelegt
Rüsselsheim - Rund 5000 Opel-Beschäftigte haben am Donnerstagvormittag am Stammsitz Rüsselsheim ihre Arbeit unterbrochen. Die Produktion stand nach Angaben des Betriebsrates komplett still. Auch in Kaiserslautern legten etwa 2000 Mitarbeiter für rund eine Stunde die Arbeit nieder.
Bei Opel und der US-Mutter General Motors (GM) sind europaweit Beschäftigte zu Protesten aufgerufen. Sie richten sich gegen die Schließung des englischen Werkes Luton und gegen den Abbau von 6000 Stellen in Europa. Es könne nicht hingenommen werden, dass Managementfehler auf Kosten der Beschäftigten gelöst werden, heißt es dazu in einem Aufruf. In den europäischen GM-Werken arbeiten rund 83.000 Beschäftigte.
Günter Lorenz vom IG-Metall-Bezirk Darmstadt erklärte, nun sei die Solidarität aller europäischen Standorte mit den englischen Kollegen gefordert: "Jedes Werk in Europa könnte sonst ebenso demnächst betroffen sein." Die geplante Schließung des Werkes Luton und die damit verbundenen Massenentlassungen verstießen gegen den bestehenden Standortsicherungsvertrag.
Opel hat 2000 einen Verlust von rund einer Milliarde Mark erwirtschaftet. Allein bei Opel ist im laufenden Jahr der Abbau von 1700 Stellen vorgesehen, darunter 800 in Rüsselsheim, 700 in Bochum und 160 in Kaiserslautern.