General Motors: Stellenabbau größer als angenommen - DER SPIEGEL
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General Motors Stellenabbau größer als angenommen

General Motors will nach Informationen des SPIEGEL bei seinen Marken Opel, Saab und Vauxhall noch mehr Arbeitsplätze streichen als bislang bekannt. Der Betriebsratschef von Opel kritisierte die "Zerstörung".
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Berlin - Der Sanierungsplan, den General Motors (GM) am Donnerstag kommender Woche vorstellen will, sieht vor, dass insgesamt 12.000 Jobs eingespart werden sollen. Der Konzern hat allerdings noch nicht entschieden, ob das Werk Rüsselsheim oder die Saab-Fabrik in Trollhättan geschlossen wird.

Der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), GM sei im Begriff, die Automarke Opel zu zerstören. Er könne nicht mehr mitansehen, wie ein gutes Unternehmen mit tollen Produkten von den eigenen Leuten mit Sparvorschlägen und Kritik in den Schmutz getreten werde, sagte Franz.

"Ich dachte, die wollten endlich einmal wieder Geld verdienen", sagte Franz an die Adresse des Mutterkonzerns. Natürlich erkenne auch der Betriebsrat im fünften Verlustjahr die schwierige Situation an. Franz forderte die Geschäftsleitung zu Verhandlungen auf. "Wir wollen an den Verhandlungstisch und werden beweisen, dass unsere Mitbestimmung effizienter ist als die Hau-Ruck-Methode der Amerikaner."

Franz forderte, der ehemalige Opel-Chef und jetzige Vize von GM Europa, Carl-Peter Forster, müsse zu den Verträgen stehen, die er selber abgeschlossen habe. Damit spielte er auf das Sanierungsprogramm "Olympia" an.

"Wir werden Forster daran messen, wie es ihm gelingt, den Amerikanern die europäische Autokultur klarzumachen", sagte Franz. Die Opel-Arbeiter würden sich in den kommenden Tagen nicht zu unbedachten Aktionen provozieren lassen. Man werde sich zudem auf europäischer Ebene mit den anderen GM-Standorten abstimmen.