Generationswechsel: Neue Garde soll Siemens kontrollieren - DER SPIEGEL
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Generationswechsel Neue Garde soll Siemens kontrollieren

Nach der Neuordnung des Siemens-Vorstands ist nun der Aufsichtsrat dran: Ein Großteil der Arbeitgeberseite in dem Gremium zieht sich nach Informationen des SPIEGEL zurück. Hochrangige Manager rücken dafür nach - unter anderem Allianz-Chef Michael Diekmann.
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München - Zur bevorstehenden Hauptversammlung von Siemens Ende Januar 2008 wird ein Großteil der zehn Kapitalvertreter aus dem Gremium ausscheiden und jüngeren Kandidaten Platz machen.

Wie der SPIEGEL aus Aufsichtsratskreisen erfuhr, geben eine Reihe älterer Mitglieder wie Allianz  -Chefkontrolleur Henning Schulte-Noelle, Ex-HypoVereinsbank  -Chef Albrecht Schmidt oder der Wissenschaftler Walter Kröll ihr Mandat auf. Auch der New-Yorker Immobilienunternehmer Jerry Speyer und der ehemalige Pharmamanager John David Coombe ziehen sich zurück.

Dafür rücken rund ein halbes Dutzend prominente Topmanager nach. Den traditionell der Allianz zustehenden Sitz soll der Chef des Versicherungskonzerns, Michael Diekmann, einnehmen. Neben ihm sollen weitere bekannte Industriemanager in das illustre Gremium bestellt werden, darunter MAN  -Chef Hakan Samuelson, der frühere E.on  -Finanz- und Strategiechef Hans Michael Gaul sowie Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller als einzige Frau auf der Anteilseignerseite.

Einen der beiden bislang für die beiden Angelsachsen reservierten Sitze wird auf Wunsch von Siemens-Chefkontrolleur Gerhard Cromme der Aufsichtsratschef des französischen Mischkonzerns Saint Gobain  , Jean-Louis Beffa, übernehmen.

Zusätzlichen Sachverstand soll künftig der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Peter Gruss einbringen. Der Wissenschaftler folgt seinem Kollegen Kröll nach, der sich um den Konzern schon jetzt bleibende Verdienste erworben hat: Von ihm kam der entscheidende Hinweis zur Bestellung des neuen Siemens-Chefs Peter Löscher.