Gerd Tenzer: Der Mann aus der zweiten Reihe - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gerd Tenzer Der Mann aus der zweiten Reihe

Als aussichtsreichster Kandidat für eine Nachfolge des Telekom-Chefs Ron Sommer gilt Vorstandsmitglied Gerd Tenzer. Der Mann gilt als "Technik-Freak".
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bonn - Konsequenterweise ist es auch der Bereich Technik, in dem der 59-Jährige Karriere machte. Der 1943 in Baden-Baden geborene Tenzer studierte Nachrichtentechnik in Aachen. Seine berufliche Laufbahn begann im Ulmer Forschungsinstitut von AEG-Telefunken. 1970 wechselte er zur Deutschen Bundespost und stieg dann im Bundespostministerium zum Leiter des Referats für Fernmeldepolitik auf. Seit 1990 sitzt Tenzer im Telekom-Vorstand. Dort kümmert er sich unter anderem um den Einkauf, die Kabelnetze und den Umweltschutz.

Für die von ihm erreichte Verdopplung des Recycling-Anteils bei Telekom-Produkten wurde Tenzer von der Umweltstiftung WWF Deutschland zum "Öko Manager 2000" gekürt. Tenzer, der auch Vorsitzender des Verbands der Elektrotechnik ist, eilt der Ruf voraus, die technischen Abläufe bei der Telekom bis ins kleinste Detail zu kennen. Insider gehen davon aus, dass Tenzer auf Grund seines Alters den schwierigen Job an der Telekom-Spitze nur für eine Übergangszeit antreten würde.

Bereits vor vier Jahren war Tenzer einmal als Thronfolger von Sommer ins Spiel gebracht worden. Damals hatte der Diplom-Ingenieur aber betont, er sei eher ein Mann für die zweite Reihe.