Gerettete US-Bank Citigroup-Aktien steigen um 60 Prozent
New York - Die US-Börsen haben am Montag wegen des staatlichen Rettungspakets für die Citigroup fester eröffnet. Die Aktie des ehemals weltgrößten Geldhauses schoss zu Handelsbeginn gut 60 Prozent in die Höhe und gab den anderen Finanztiteln einen deutlichen Schub. Die Papiere der Rivalen Bank of America und Morgan Stanley zogen jeweils um etwa zwölf Prozent an.
Auch der Dow Jones erhielt durch die Citigroup-Rettung Auftrieb. Er stieg in den ersten Handelsminuten um knapp ein Prozent. Der breiter gefasste S&P-500 und der Technologie-Index Nasdaq gewannen ebenfalls über ein Prozent.
Nach fieberhaften Verhandlungen unter Beteiligung des künftigen Finanzministers Timothy Geithner erhält Citigroup eine direkte Kapitalspritze von 20 Milliarden Dollar und staatliche Bürgschaften für riskante Vermögenswerte im Volumen von über 300 Milliarden Dollar. Die Riesenbank stand vergangene Woche offenbar kurz vor der Pleite - ihr Aktienkurs fiel auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren.
Händler gaben an, alles warte nun gespannt auf weitere Einzelheiten zum Wirtschaftsprogramm des künftigen US-Präsidenten Barack Obama. Nach Angaben seines Beraterstabs will der designierte Regierungschef das geplante US-Konjunkturprogramm auf bis zu 700 Milliarden Dollar ausweiten.
Obama, der am 20. Januar die Nachfolge von Präsident George W. Bush antritt, gibt um 18 Uhr (MEZ) eine Pressekonferenz. Auf dieser könnte er erste Einzelheiten zur Konjunkturspritze nennen und sein neues Wirtschaftsteam vorstellen.
ssu/Reuters