Gerichtsurteil: Windhorst-Firma soll Namen ändern - DER SPIEGEL
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Gerichtsurteil Windhorst-Firma soll Namen ändern

Neuer Ärger für Lars Windhorst: Erst verzockte sich die von ihm mit geführte Beteiligungsfirma Vatas bei Air Berlin, nun muss sie wohl ihren Namen ändern - so hat es ein Hamburger Gericht entschieden.
Von Grit Beecken
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Hamburg - Die 15. Zivilkammer des Hamburger Landgerichts hat es der Firma des einst gefeierten Jungunternehmers untersagt, ihre alte Bezeichnung weiter zu verwenden. In einem Einstweiligen Verfügungsverfahren gaben die Richter damit der Klägerin, der Hamburger Vatas Anlageberatung, Recht (Az. 315 O 55/08).

Das Gericht sah einen Wettbewerbsnachteil, der der Hamburger Firma durch die Assoziation mit Lars Windhorst entsteht: "Die Kunden der Vatas Anlageberatung wollten keine Geschäfte mit einem Unternehmen machen, dessen vermeintlicher Geschäftsführer Lars Windhorst ist", sagt Vatas-Anlageberatung-Anwalt Andreas Schulte manager-magazin.de.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, bis zum 17. April kann Berufung eingereicht werden. Dies sei bislang aber nicht geschehen, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Der Anwalt der Berliner Vatas, Michael Naschke, stand für einen Kommentar nicht zur Verfügung.

Windhorst war zuletzt im Zusammenhang mit dem Air-Berlin-Ausstieg in die Schlagzeilen geraten. Anfang Januar hatte Vatas über die von ihr gemanagte Tochter Haarlem One einen Anteil von 18,562 Prozent an Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft aufgebaut. Der Ausstieg Anfang April führte auf Basis von Tageskursen zu einem Verlust von etwa 40 Prozent des Einsatzes. Insgesamt verlor der Investor bei dem Deal rund 61 Millionen Euro.

Medienberichten zufolge liegen die Aktien von Air Berlin   derzeit als Pfand bei der NordLB und dienen dort als Sicherheit für weitere fehlgeschlagene Aktiengeschäfte. Die NordLB hatte bekanntgegeben, dass sie im Auftrag eines Kunden größere Aktienpakete erworben habe, die der Kunde aber nicht mehr übernehmen wolle. Finanzkreisen zufolge handelt es sich bei dem Auftraggeber um die von Windhorst geführte Vatas.

Hinter dem Finanzinvestor Vatas steht der Südafrikaner Robert Hersov. Nach dem Ausscheiden als Vorstandsmitglied beim Luxusgüterkonzern Richemont machte sich Hersov 1999 selbstständig, die Vatas Holding ist eine seiner Beteiligungen.

Windhorst sorgte in den neunziger Jahren für Furore, als er mit 15 Jahren ein Computerunternehmen aufbaute. Im Zuge der Krise der New Economy mussten drei seiner Firmen und er selbst Insolvenz .

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