Gerichtsverfahren: Familienzwist bei Springer? - DER SPIEGEL
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Gerichtsverfahren Familienzwist bei Springer?

Die Enkel von Axel Springer, Ariane und Axel Sven, fühlen sich offenbar von dessen Witwe Friede Springer schlecht informiert. Nun zitieren sich die Erben des Verlegers gegenseitig vor Gericht.
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Berlin - Wie eine Sprecherin des Berliner Landgerichts am Mittwoch auf Anfrage sagte, haben sowohl die Enkel Ariane und Axel Sven Springer wie auch die Großaktionärin Friede Springer jeweils eine Klage gegen die andere Partei eingereicht. Sie bestätigte damit teilweise einen Bericht der "WirtschaftsWoche", nannte aber keine Einzelheiten zum Inhalt der Klagen. Nach den Angaben einer Sprecherin von Friede Springer handelt es sich nicht um eine Klage, sondern nur um ein Auskunftsbegehren der Springer-Enkel, das bei Gericht eingereicht wurde. Ob dieses Begehren begründet sei, darüber gebe es unterschiedliche Auffassungen.

Dem Bericht zufolge haben die Enkel die Verleger-Witwe auf Auskunfts- und Einsichtsrechte in ihre geschäftlichen Aktivitäten verklagt.Laut "Wirtschaftswoche" fühlen sich die Enkel von Friede Springer nicht ausreichend über ihre Geschäftspolitik informiert. Sie wollen angeblich wissen, ob Friede Springer, die wie Axel Sven im Aufsichtsrat sitzt, dem Vorstandvorsitzenden Mathias Döpfner Handlungsanweisungen erteilt hat. Das wäre ein Verstoß gegen das Aktienrecht.

In einem zweiten Fall habe Friede Springer Klage gegen die beiden Springer-Enkel eingereicht. Es handele sich dabei um eine "private" Angelegenheit, sagte die Gerichtssprecherin. Über die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik halten Friede, Axel Sven und Ariane Springer gemeinsam 50 Prozent der Anteile am Verlag plus zehn Aktien.