LATEINAMERIKA Geringe Abhängigkeit
Brasilien, Mexiko und Argentinien leiden unter der Asienkrise zwar besonders stark. Tatsächlich ist ihre Abhängigkeit von Fernost aber marginal: Nur 2,5 Prozent der Exporte Lateinamerikas gehen nach Asien. Am meisten sind noch die Rohstoffmärkte betroffen. »Die Anleger differenzieren nicht zwischen den einzelnen Emerging Markets«, bemängelt deshalb Heinz Mewes, Chefvolkswirt der Dresdner Bank Lateinamerika. Dabei sind die Basisdaten für die Region positiv: Die Finanzreformen sind wesentlich weiter als in Asien; für 1998 erwartet Mewes in diesen Ländern erstmals mehr ausländische Direktinvestitionen als in Fernost. Und für die kommenden Jahre rechnet die Dresdner mit einem durchschnittlichen Wachstum von fünf Prozent. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter zehn liege vor allem der brasilianische Markt nur halb so hoch wie der Dax und zeige damit derzeit ein klares Kaufsignal.
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Lateinamerikanische Aktienindizes
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