Geringe Auslastung: Post will Briefzentren sonntags schließen - DER SPIEGEL
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Geringe Auslastung Post will Briefzentren sonntags schließen

Pakete, Postkarten, Briefe: An 16 von 82 Standorten sollen diese Sendungen laut einem Zeitungsbericht sonntags nicht mehr sortiert werden. Trotz Millioneneinsparungen und weniger Zustellern soll die Post montags noch pünktlich kommen.
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Berlin - E-Mail und Handy statt Liebesschwüre auf dem Papier: Die Deutschen versenden immer weniger Briefe. Viele Zentren, in denen Post sortiert wird, sollen daher künftig am Sonntag schließen. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, sollen Post-Mitarbeiter in 16 der bundesweit 82 Briefzentren keine Post mehr bearbeiten. Zudem sollen montags wesentlich weniger Briefträger unterwegs sein.

Briefträger der Deutschen Post: Montags soll die Hälfte der 80.000 Zusteller zu Hause bleiben

Briefträger der Deutschen Post: Montags soll die Hälfte der 80.000 Zusteller zu Hause bleiben

Foto: JULIAN STRATENSCHULTE/ AP

Die "Optimierungsmaßnahmen" werden diesen Sommer getestet. Um wirtschaftlicher zu arbeiten, verlagert der Bonner Konzern laut "Welt" im Juli und August das Briefesortieren in einigen Fällen auf andere, größere Standorte. Die aus den neunziger Jahren stammenden Zentren seien teilweise nicht mehr ausgelastet.

Postchef Frank Appel hatte bereits angekündigt, die Produktivität im Versand deutlich erhöhen zu wollen. Wenn in einer Nacht nicht gearbeitet werde, rechnet das Unternehmen vor, könnte man mehrere Millionen Euro sparen. In einem durchschnittlichen Briefzentrum arbeiten zwischen 500 und 1000 Post-Angestellte.

Zudem sollen montags wesentlich weniger Postboten Briefe einwerfen und Pakete abliefern. Etwa jeder zweite der insgesamt 80.000 Zusteller müsse am Wochenbeginn zu Hause bleiben, berichtet die Zeitung. Zwei Bezirke plant die Deutschen Post   zu einem zusammenzufassen. Allerdings würde kein Briefträger entlassen, sagte eine Post-Sprecherin.

Die Qualität der Arbeit werde aber nicht beeinträchtig, bekräftigte die Post. Briefe blieben nicht in den betroffenen Sortierzentren liegen, sondern würden in benachbarte Standorte gebracht und dort bearbeitet. Zudem würden Briefträger - wie das Gesetz vorschreibt - die Sendungen weiter an sechs Wochentagen zustellen.

kgp/dpa-AFX/Reuters

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