Gerüchte Jeder zehnte Commerzbanker soll gehen
Frankfurt - Unter Händlern in Frankfurt hielten sich Spekulationen darüber, dass das viergrößte deutsche Geldinstitut rund 4000 Stellen streichen will. Das entspräche immerhin zehn Prozent der Belegschaft. Bisher hat die Commerzbank noch nie in ihrer Geschichte Beschäftigte entlassen.
Unternehmenssprecher Dieter Schütz dementierte nicht, dass in der Bank über den Stellenabbau nachgedacht wird. Es betonte aber: "Es gibt keine Beschlüsse dazu." Man müsse bis zum 15. Oktober abwarten - dem Termin der nächsten Aufsichtsratstagung.
Mit Hinweis auf hohe Verwaltungskosten, die in den ersten sechs Monaten um 18 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro stiegen, räumte Schütz ein: "Wir müssen sparen." Neben dem Einstellungstopp würden Investitionen gestreckt oder gestrichen. Das vor einigen Monaten aufgelegte Sofortprogramm soll in diesem Jahr Einsparungen von 240 Millionen Euro bringen.
Am frühen Montagabend notierte die Commerzbank-Aktie bei 16,78 Euro, 6,88 Prozent weniger als am letzten Handelstag. Unter den Tagesverlierern lag die Bank damit auf Platz zwei, lediglich Preussag war noch tiefer ins Minus gerutscht.