Gerüchte Quandt will angeblich BMW verkaufen
London/München - Wie die britische Zeitung "The Sunday Times" unter Berufung auf "Insider in der Automobilindustrie" berichtet, wolle vor allem Stefan Quandt seine Anteile abstoßen. Der Sohn des verstorbenen Unternehmers Herbert Quandt plane, das Geld aus dem Verkauf in moderne Unternehmen mit großem High-Tech-Anteil zu investieren. Hierzu zählten Firmen aus den Branchen Medien, Telekommunikation und Internet.
BMW-Sprecher Richard Gaul sagte in München: "Das ist Unsinn." Die Familie Quandt habe erst am Wochenende erneut bekräftigt, sie stehe unverändert zu BMW - und dies erst recht nach der Neuausrichtung des Unternehmens mit dem Verkauf von Rover.
Die "Sunday Times" sieht Volkswagen im Rennen um den Kauf von BMW vorne. VW kontrolliere dann auch die Marken Rolls Royce und Mini. Volkswagen habe nicht nur die finanziellen Möglichkeiten zum Kauf, sondern sei auch ein deutsches Unternehmen. Die Familie Quandt wolle, dass BMW eine deutsche Firma bleibe.
Aber auch Ford und "als Außenseiter" GM seien an dem attraktivsten Unternehmen, das in der Branche noch verkauft werden könne, interessiert. Der Wert von BMW betrage bis zu 64 Milliarden Mark.