Gesamtmetall-Studie: Arbeitsplatzexport wird sich fortsetzen - DER SPIEGEL
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Gesamtmetall-Studie Arbeitsplatzexport wird sich fortsetzen

Der Trend, ganze Werke und damit Arbeitsplätze an billigere ausländische Standorte zu verlagern, wird sich wohl auch im kommenden Jahr fortsetzen. Besonders betroffen ist nach wie vor die Metall- und Elektrobranche.
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Chemnitz - Einer Studie des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall zufolge sind 31 der insgesamt 80 Sparten der Metall- und Elektrobranche besonders von Jobabbau und Abwanderung betroffen. Wie die Chemnitzer "Freie Presse" berichtet, hat allein diese Branche in den vergangenen fünf Jahren mindestens zehn Prozent der Produktion oder 15 Prozent der Arbeitsplätze eingebüßt.

In sechs Unternehmensbereichen wie den Produzenten von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik seien in diesem Zeitraum sogar bis zu 75.000 Jobs und damit jeder fünfte Arbeitsplatz verloren gegangen, schreibt das Blatt weiter. In dem Verbandspapier wird davor gewarnt, die elastische deutsche Wirtschaftsstruktur aus kleinen, mittleren und großen Betrieben zu stark ausdünnen zu lassen. Sonst drohe ein Laufmascheneffekt, der ganze Produktionsbereiche zerstören könne.

Die Experten forderten, diesem Prozess mit Lohnzurückhaltung entgegenzuwirken. Deutschland sei bei den Arbeitskosten mit 27,60 Euro pro Stunde im Westen nach Dänemark Vizeweltmeister. An dieser Position hätten auch die zehn Euro geringeren Kosten im Osten sowie der Rückgang der Lohnstückkosten der vergangenen Jahre nichts geändert. Da im Bereich der Dienstleistungen keine neuen Jobs zu erwarten seien, müsse um jeden bestehenden Arbeitsplatz gekämpft werden und die Situation nicht durch höhere Kosten noch verschärft werden.