Geschäftsklima-Index: Pessimisten irren sich - DER SPIEGEL
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Geschäftsklima-Index Pessimisten irren sich

Der ifo-Index für das Geschäftsklima ist im Oktober wie erwartet zum fünften Mal in Folge gefallen. Die meisten Beobachter hatten aber einen stärkeren Rückgang erwartet. Manche Krisenbranchen wie der Handel scheinen sich zu erholen.
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München - Der an den Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex für Westdeutschland sei im Oktober auf 87,7 Zähler von 88,2 Punkten im September zurückgegangen, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung am Montag mit. Vorab befragte Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf 87,6 bis 87,5 Zähler prognostiziert. In Ostdeutschland ging der Geschäftsklimaindex auf 97,9 von 98,5 im September zurück.

Die rund 7000 befragten Unternehmen beurteilten die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate erneut deutlich schlechter. Der Index für die Geschäftserwartungen fiel auf 97,9 Zähler von 99,3 im Vormonat. Ihre gegenwärtige Geschäftslage schätzten die Unternehmen dagegen etwas verbessert ein, der entsprechende Teilindex stieg auf 77,9 Punkte von 77,5 Punkten im September.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erklärte, die Eintrübung des Geschäftsklimaindex in Westdeutschland habe sich aus ungünstigeren Meldungen des verarbeitenden Gewerbes ergeben. Im Bauhauptgewerbe, im Einzel- und im Großhandel sei der Klimaindikator dagegen etwas angestiegen. "Insgesamt ist im Westen wie im Osten eine leichte Verbesserung der aktuellen Geschäftslage bei weiter verschlechterten Erwartungen festzustellen", erklärte Sinn.