Geschäftsklima: Kalt, aber nicht eiskalt - DER SPIEGEL
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Geschäftsklima Kalt, aber nicht eiskalt

Der Geschäftsklima-Index des ifo-Institus, eines der wichtigsten Konjunkturbarometer, ist zum sechsten Mal in Folge gefallen. Allerdings hatten Analysten einen stärkeren Rückschlag befürchtet.
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München - Der Geschäftsklima-Index, den die Münchner Forscher für Westdeutschland errechnen, fiel von 87,7 Zählern auf 87,3 Punkte. Analysten hatten mit einem kräftigeren Rückgang auf unter 87 Punkte gerechnet. Das ifo-Institut ermittelt den Index einmal monatlich aus einer Umfrage unter 7000 Unternehmen in ganz Deutschland.

"Insgesamt ist im Westen eine Stabilisierung der Konjunktur zu erkennen", sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Eintrübung sei auf die ungünstigeren Erwartungen bei Bauhauptgewerbe, verarbeitendem Gewerbe und Großhandel zurückzuführen. Im Einzelhandel sei der Klimaindikator wegen verbesserter Erwartungen hingegen deutlich gestiegen. Die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich gar von 77,9 auf 79,1 Zähler.

In Ostdeutschland verlaufe die Entwicklung weniger günstig, sagte Sinn. Sowohl die Lage als auch die Erwartungen hätten sich verschlechtert. Anzeichen für einen Aufschwung gebe es noch immer nicht. Der Geschäftsklimaindex ging im Osten so von 97,8 im Vormonat auf 95,0 Punkte im November zurück. Der Index für die Geschäftslage in Ostdeutschland sank von 115,2 auf 112,7 Zähler.

Die Volkswirte der DekaBank vor Veröffentlichung der Zahlen mitgeteilt, vor allem die wirtschaftspolitischen Pläne der Regierung würden auf die Stimmung der Unternehmer drücken. In die Oktoberbefragung sei dies aber nur zu einem Teil eingeflossen, weil etliche Einzelheiten zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht bekannt gewesen