Geschäftsklima Unternehmer immer pessimistischer
München - Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Westdeutschland hat im Juni gegenüber dem Vormonat von 90,8 auf 89,5 Punkte nachgelassen. Für Ostdeutschland ergibt sich im Monatsvergleich ein Rückgang von 104,7 auf 102,1. Das teilte das Ifo-Institut am Montag in München mit.
Der Index für die Geschäftserwartung sank in Westdeutschland von 94,9 auf 93,6 Zähler und in den neuen Bundesländern von 85,3 auf 84,1 Punkte. Das Geschäftsbeurteilungsbarometer sank im Westen von 86,8 auf 85,5 Punkte und im Osten von 125,4 auf 121,2 Zähler.
Nach dem schwächer als erwartet ausgefallenen Ifo-Index ist der Euro kurzzeitig auf knapp unter 0,8670 Dollar abgerutscht. Gegen 10 Uhr notiert die Gemeinschaftswährung wieder bei 0,8683 Dollar, nachdem sie zuvor auf ein Tagestief von 0,8667 Dollar gefallen war. "Der Euro hält sich angesichts der Zahlen sehr gut", sagt ein Händler. Anscheinend sei die positive Stimmung so stark, dass selbst der Ifo-Index keine nachhaltigen Abgaben verursachen könne. Allerdings müsse auch bedacht werden, dass schlechte Konjunkturaussichten schon größtenteils im aktuellen Wechselkurs eskomptiert seien. Nach unten bilde die Marke von 0,8640 Dollar die nächste Unterstützung.
Auf den Dax hatte der gesunkene Ifo-Index zunächst keinen negativen Einfluss.