Geschäftszahlen: Deutsche Post praktisch schuldenfrei - DER SPIEGEL
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Geschäftszahlen Deutsche Post praktisch schuldenfrei

Finanzminister Hans Eichel dürfte neidisch werden: Die Deutsche Post rechnet für das laufende Geschäftsjahr nicht nur mit einem deutlichen Gewinnanstieg. Nach Angaben von Vorstandschef Klaus Zumwinkel hat das ehemalige Staatsunternehmen außerdem inzwischen seine Schulden komplett abgebaut.
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Bonn - Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Firmenwerte (Ebita) werde mit mindestens 3,6 Milliarden Euro gerechnet, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit. In diesem und den kommenden Jahren rechnet die Post mit einem Anstieg des Nettogewinns um gut 500 Millionen Euro. Das laufe auf einen Gewinnzuwachs je Aktie um mehr als 0,45 Euro hinaus, sagte Vorstandschef Klaus Zumwinkel bei der Vorlage des Jahresabschlusses.

Die Post ist nach eigenen Angaben inzwischen praktisch schuldenfrei. Vor allem durch die Einnahmen aus dem Postbank-Börsengang hätten sich die Verbindlichkeiten voriges Jahr in eine Nettoliquidität verwandelt. In der Bilanz stehe ein Plus von 32 Millionen Euro. 2003 hatte der Konzern noch Schulden von 2,2 Milliarden. Der Erlös aus dem Börsengang der Postbank und anderen Anteilsverkäufen habe die Ausgaben für Akquisitionen und Investitionen übertroffen, sagt Finanzvorstand Edgar Ernst.

Die Deutsche Post World Net rechnet 2005 zudem damit, erstmals die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erwirtschaften. Im vorigen Jahr wuchs die Auslandsquote um rund fünf Prozentpunkte auf knapp 48 Prozent. 2005 wolle man die Wachstumsmöglichkeiten weltweit aktiv nutzen, betonte Zumwinkel. Dabei wolle die Post ihr nationales und internationales Briefgeschäft ausweiten. Insgesamt sei der Konzern "strategisch, unternehmerisch und finanziell gut aufgestellt", resümierte der Vorstandschef.

Im Vorjahr hatte die Post nach bereits veröffentlichten Angaben das Ebita um 12,5 Prozent auf rund 3,35 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz legte um 7,9 Prozent auf 43,2 Milliarden Euro zu. Als Gewinn wurde ein um 21,3 Prozent gewachsener Überschuss von 1,59 Milliarden Euro ausgewiesen. Anfang März war ferner mitgeteilt worden, dass die Dividende um sechs Cent auf 0,50 Euro angehoben werden soll.