Gescheiterte Übernahme: Keiner will Herlitz - DER SPIEGEL
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Gescheiterte Übernahme Keiner will Herlitz

Die geplante Übernahme des Schreibwarenkonzerns Herlitz durch die schwedische Esselte-Gruppe ist nach einem Pressebericht geplatzt. Die beiden Unternehmen hätten sich nicht auf einen Preis einigen können.
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Hamburg - Esselte habe erst vor kurzem eine detaillierte Unternehmensbewertung bei Herlitz vorgenommen, berichtet die "Financial Times Deutschland". Beide Unternehmen wollten laut der Zeitung keinen Kommentar abgeben.

Durch das Scheitern der Gespräche werde die Frage der weiteren Finanzierung von Herlitz wieder aktuell. Nach früheren Angaben laufen die Kreditlinien des Unternehmens Ende März 2004 aus. Sollten die Banken sie nicht verlängern, könnten das krisengeschüttelte Unternehmen zum wiederholten Mal vor dem Aus stehen. Über die Kreditverlängerung werde voraussichtlich kurzfristig entschieden, schreibt das Blatt. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Gläubiger Herlitz in die Pleite schicken wollten.

Herlitz musste im April 2002 Insolvenz , wurde aber durch umfangreiche Forderungsverzichte der Gläubiger gerettet. Ein Bankenkonsortium unter Führung der HypoVereinsbank   hält rund 70 Prozent der Unternehmensanteile. Bereits vor der Insolvenz hatte Herlitz mit der Suche nach einem finanzstarken Partner begonnen, war jedoch lange Zeit damit erfolglos.