Gesellschafter gesucht
Der Freistaat Bayern will der Münchner Charterfluggesellschaft Bavaria, die durch den Zusammenbruch des Hamburger Bankhauses Mertz & Co. in finanzielle Luftnot geriet, »gerne helfen, wenn eine Möglichkeit besteht«. Mit diesem Konjunktiv endete am vergangenen Freitag im Bayerischen Verkehrsministerium ein Anhörtermin über die beantragte Staatsbürgschaft von 5,5 Millionen Mark. Voraussetzung der Staatshilfe: Die Luftbrüchigen sollen eine neue Hausbank vorzeigen, die willens und in der Lage ist, Haftung zu übernehmen. Außerdem muß Bavaria einen neuen Gesellschafter finden, der zusätzlich »nicht unter sechs Millionen Mark richtiges Geld mitbringt« und obendrein das 30-Millionen-Obligo übernimmt, das Mertz-Bankier Hans Salb gegenüber der British Aircraft Corporation für die sieben Bavaria-Jets trug.