Gesetzlicher Mindestlohn IG Metall gibt Blockadehaltung auf
Düsseldorf - Die Bundesregierung solle zu diesem Zweck das Gesetz über die Festsetzung von Mindestarbeitsbedingungen aus dem Jahr 1952 neu fassen, sagte Berthold Huber, der Zweite Vorsitzende der IG Metall, dem "Handelsblatt". Angesichts der zunehmenden Gefahr von Lohndumping sei es wichtig, dass die IG Metall ihre bisherige Position zu gesetzlichen Mindestlöhnen korrigiere.
Nach Informationen der Zeitung hat Huber dem Vorstand der Gewerkschaft am Montag ein Diskussionspapier zum Mindestlohn vorgelegt. Darin heißt es dem Bericht zufolge, für die IG Metall führe kein Weg an der Notwendigkeit vorbei, ein verbindliches unteres Arbeitseinkommen zu regeln. Dies könne geschehen, indem der unterste Tariflohn wie in der Bauwirtschaft für allgemein verbindlich erklärt werde. Zum anderen könne das Gesetz über die Mindestarbeitsbedingungen "gründlich geändert" werden, zitiert das Blatt aus der Vorlage. Diese Option favorisiere der von Huber geleitete Fachbereich Tarifpolitik der IG Metall.