Gesundheit: Familienversicherung vor dem Ende - DER SPIEGEL
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Gesundheit Familienversicherung vor dem Ende

In den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD steht eine Einigung über den Abbau der kostenlosen Mitversicherung von Familienangehörigen in der gesetzlichen Krankenversicherung bevor. Gutverdiener müssen sich danach auf erhebliche Zusatzkosten einstellen.
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Köln - Zurzeit würde die Arbeitsgruppe Gesundheit ein Ehegattensplitting nach dem Vorbild des Einkommensteuerrechts favorisieren, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Dem Bericht zufolge soll ein Monatseinkommen oberhalb von 3525 Euro auf den nicht erwerbstätigen Ehepartner übertragen werden, der auf den Restbetrag Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen hätte. Bei einem Einkommen von 7050 Euro würden danach beide Ehepartner jeweils Höchstbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung bezahlen. Zudem werde über eine Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 3900 Euro diskutiert, bis zu der Arbeitnehmer nicht zu privaten Krankenkassen wechseln können.

Weitgehend einig sind sich Fachpolitiker von Union und SPD dem Bericht zufolge, die Kindermitversicherung künftig aus Steuergeldern zu finanzieren. Dies würde den Etat allerdings um 12 bis 15 Milliarden Euro jährlich belasten. Im Gegenzug könnten die Beitragssätze um bis zu zwei Prozent sinken.