Gesundheitsreform II Schmidt empfiehlt Kassenwechsel
Berlin - Nun zeige sich, wer trotz des Überschusses die Beiträge nicht reduziere, sagte Schmidt auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Deshalb müssten die Versicherten nun entscheiden, "wohin sie sich wenden", so die Ministerin. Schmidt bekräftigte, die zum Jahresanfang umgesetzte Gesundheitsreform beginne zu wirken. Sie verwies auf das Plus der gesetzlichen Kassen in den ersten drei Monaten von rund einer Milliarde Euro.
Trotz des Überschusses haben sich zahlreiche Kassen zurückhaltend zu schnellen Beitragssenkungen geäußert. Sie verwiesen auf die Notwendigkeit, zunächst ihre Schulden abzubauen.
Der durchschnittliche Beitragssatz aller gesetzlichen Kassen liegt derzeit bei 14,2 Prozent. Schmidt sagte, ohne die Gesundheitsreform wäre der Kassenbeitrag auf bis zu 15 Prozent angestiegen und hätte so die Lohnnebenkosten weiter nach oben getrieben.