Gesundheitswesen: Kosten klettern auf neue Rekorde - DER SPIEGEL
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Gesundheitswesen Kosten klettern auf neue Rekorde

Allen Sparbemühungen zum Trotz wird das Gesundheitswesen teurer und teurer. Kostentreiber sind auch in diesem Jahr die Arzneimittel.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Nach einer internen Berechnung aus dem Bundesgesundheitsministerium, über die die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, nahm allein im Januar die Zahl der Arzneiverordnungen um mehr als fünf Prozentpunkte zu. Bereits 2002 waren die Arzneimittelkosten um 2,2 Milliarden Euro in die Höhe geschossen.

Angesichts dieser Ergebnisse habe Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) den Arzneimittel-Großhandel aufgefordert, die in der Preisverordnung festgelegten Handelsspannen stärker als bisher an die Apotheken weiterzugeben, schreibt das Blatt.

Allein der Großhandel habe nachweisbar rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr mehr an Handelsspanne erhalten, als er tatsächlich benötige, so Ministeriumskreise. Die Kosten hierfür hätten die Patientinnen und Patienten zu tragen, weil die Beiträge für die Krankenversicherung stiegen.

Mit der vereinbarten gesetzlichen Kürzung der Großhandelsspanne würden von dieser Handelsspanne 660 Millionen Euro abgeschöpft. Das Ministerium gehe davon aus, dass der Großhandel bei der Anpassung der Lieferkonditionen einen eigenen Beitrag leisten wird.

Behauptungen der Apotheker, sie müssten in vollem Umfang die Belastung aus der gekürzten Großhandelsspanne tragen, seien falsch, so die Regierungsposition.