Gewerkschaftsflucht: DGB hofft auf weibliche Mitglieder - DER SPIEGEL
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Gewerkschaftsflucht DGB hofft auf weibliche Mitglieder

Immer weniger Bundesbürger haben einen Gewerkschaftsausweis. Der DGB warnt deswegen vor einem Bedeutungsverlust der Arbeitnehmervertreter und sucht nach Auswegen aus der Krise.
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Berlin - "Wenn die Mitgliederzahlen in den nächsten vier Jahren nicht steigen, verlieren die Gewerkschaften tatsächlich an Bedeutung", warnte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, in der Zeitung "Die Welt". Er kündigte eine Mitgliederoffensive an. "Wir müssen mehr Mitglieder werben und sie stärker betreuen", sagte Sommer.

Beides sei die "Voraussetzung dafür, dass die Gewerkschaften ihre Schlagkraft behalten". Dabei ziele man vor allem auf Frauen. "Wir kümmern uns zum Beispiel mehr um die Arbeitsbedingungen von Frauen und um Familienpolitik", betonte Sommer.

Er zeigte sich überzeugt, dass der Mitgliederschwund gestoppt werden könne. Er sei "sicher", dass die Wende in den nächsten vier Jahren gelinge. Im vergangenen Jahr habe sich der Negativtrend erstmals deutlich abgeschwächt. Ende 2005 hatten die DGB-Gewerkschaften insgesamt 6.778.638 Mitglieder. Das waren 3,3 Prozent weniger als Ende 2004.

suc/ddp