Gewinneinbruch Daimler enttäuscht Analysten - Aktie fällt
Stuttgart - Das Jahr 2008 hat für Daimler nicht gut begonnen. Der Stuttgarter Autokonzern musste im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verkraften und verfehlte die Erwartungen von Analysten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank auf 1,98 Milliarden Euro, wie Daimler mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 3,29 Milliarden Euro gewesen. Damals hatte Daimler allerdings vom Verkauf eines milliardenschweren Aktienpakets am Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS profitiert.
Beim Umsatz trat der Autokonzern im ersten Quartal mit 23,5 Milliarden Euro praktisch auf der Stelle. Zwar konnte Daimler seine Fahrzeugverkäufe um neun Prozent steigern, der schwache Wechselkurs des Dollar dämpfte jedoch das Umsatzergebnis.
Für das Gesamtjahr bekräftigte Daimler, dass das Ebit ohne Berücksichtigung von Sondererträgen deutlich über dem Vorjahreswert liegen werde. So erwartet der Konzern einen weiteren Absatzanstieg, wobei sowohl Mercedes-Benz Cars als auch Daimler Trucks zulegen sollen. Bei den Bussen will Daimler an das Absatzniveau des Vorjahres anknüpfen. Beim Umsatz werde mit einem moderaten Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
Der Gegenwind sei allerdings stärker geworden, teilte der Konzern mit. Dies gelte vor allem für die USA. Als Folge der internationalen Finanzkrise sei hier eine wirtschaftliche Abkühlung festzustellen. Daimler gehe dennoch davon aus, die für 2008 gesteckten Absatzziele erreichen zu können.
Skepsis ist jedoch angezeigt. So blieb Daimler im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn hinter den Erwartungen zurück. Von der Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Analysten hatten mit 23,8 Milliarden Euro Umsatz gerechnet. Beim Ebit gingen sie von 2,058 Milliarden Euro aus - also mehr, als es tatsächlich wurde.
Entsprechend deutlich fiel die Reaktion der Börse aus. Aktien von Daimler drehten nach der Bilanzvorlage ins Minus. Gegen Mittag waren sie knapp ein Prozent billiger als am Abend des Vortages.
wal/Reuters/dpa-AFX/AP