Gewinneinbruch: Reebok-Übernahme belastet Adidas - DER SPIEGEL
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Gewinneinbruch Reebok-Übernahme belastet Adidas

Kosten für die Übernahme des US-Konkurrenten Reebok und Marketing-Aktivitäten für die Fußball-WM haben den weltweit zweitgrößten Sportartikelhersteller Adidas zuletzt überraschend in die Verlustzone gedrückt. Für das laufende Jahr gibt sich der Konzern optimistisch.
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Herzogenaurach - Unter dem Strich sei im vierten Quartal des vergangenen Jahres ein Minus von vier Millionen Euro verbucht worden nach einem Gewinn von 20 Millionen Euro ein Jahr zuvor, teilte Adidas heute mit. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt noch mit einem Gewinn von drei Millionen Euro gerechnet hatten.

Der Konzernumsatz legte dagegen um satte 27,2 Prozent auf 1,521 Milliarden Euro zu. Durch positive Impulse im Geschäft mit Produkten für die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land sei der Auftragsbestand bis zum Jahresende bereits um 15 Prozent gestiegen.

Im Gesamtjahr 2005 konnte Adidas sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sei um 22 Prozent auf 383 Millionen Euro und der Konzerngewinn vor Steuern um 25 Prozent auf 655 Millionen Euro gestiegen.

Mit einem Plus von 13 Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro sei der Umsatz der Kernmarke Adidas stärkster Wachstumsträger gewesen. Bei TaylorMade-Adidas Golf habe der Umsatz um zwölf Prozent auf 709 Millionen Euro zugelegt.

Wie weiter mitgeteilt wurde, stieg der währungsbereinigte Konzernumsatz in Europa um drei Prozent. Dabei hätten Zuwächse in Deutschland, Italien und Frankreich Rückgänge in Großbritannien und auf der iberischen Halbinsel mehr als ausgeglichen. In Nordamerika sei der währungsneutrale Umsatz aufgrund positiver Entwicklungen in allen wichtigen Kategorien um 17 Prozent gestiegen. In Asien habe der währungsneutrale Umsatz um 27 Prozent zugelegt. Lateinamerika habe einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um 32 Prozent verzeichnet und sei damit erneut die am schnellsten wachsende Region des Konzerns gewesen.

Dank der Akquisition des US-Sportartikelherstellers Reebok will Adidas 2006 erstmals einen Umsatz von annähernd zehn Milliarden Euro erreichen. Reebok werde etwa 2,8 Milliarden Euro dazu beitragen, hieß es. Dies sei gegenüber dem Vorjahr allerdings ein Rückgang "im mittleren einstelligen Bereich". "Unser Fokus richtet sich jetzt auf einen Turnaround der Marke Reebok", erklärte Vorstandschef Herbert Hainer. Der Konzerngewinn 2006 soll laut Hainer zweistellig wachsen.

Suc/Reuters/dpa/ddp

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