Gewinnrückgang: Coca-Cola plant neues Sparprogramm - DER SPIEGEL
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Gewinnrückgang Coca-Cola plant neues Sparprogramm

Umsatz und Gewinn von Coca-Cola sind im ersten Quartal leicht gesunken, der Absatz legte etwas zu. Die Erwartungen von Analysten hat der Marktführer damit erreicht - trotzdem kündigte Konzernchef Kent weitere Einsparungen ein.
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Atlanta - Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller Coca-Cola  hat durch den Konzernumbau und Sonderlasten im Deutschland-Geschäft zum Jahresauftakt weniger Umsatz und Gewinn gemacht.

Der Überschuss fiel im ersten Quartal um zehn Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar, wie Coca-Cola am Dienstag in Atlanta mitteilte. Weltweit stieg der Absatz dank starker Nachfrage in Asien und Lateinamerika um zwei Prozent. Dagegen sank er in Europa und auf dem US-Heimatmarkt um zwei Prozent.

Die Sondereffekte ausgeklammert erreichte Coca-Cola beim Ergebnis die Erwartungen von Analysten. Diese hatten aber mit mehr Umsatz gerechnet. Die Aktie stand zum Handelsstart in New York unter Druck.

Auf den Gewinn drückten laut einer Sprecherin auch Abschreibungen auf das deutsche Abfüllgeschäft. Coca-Cola habe mehrere Abfüller zusammengelegt, sagte sie der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Durch den laufenden globalen Konzernumbau erwartet Coca-Colas Chef Muhtar Kent bis Ende 2011 weitere Einsparungen von 500 Millionen Dollar pro Jahr.

Kent sprach von einem schwierigen Umfeld, in dem sich der Konzern gut geschlagen habe. "Unser Geschäft ist gemacht für Zeiten wie diese." Rivale PepsiCo   hatte erst am Montag Quartalszahlen vorgelegt und trotz Wirtschaftskrise Umsatz wie Gewinn knapp halten können.

Wie die Wettbewerber versucht Coca-Cola, seine Palette vor allem durch Getränke ohne Kohlensäure und Snacks auszubauen. Gerade kaufte sich der Riese bei dem für seinen Öko-Anspruch bekannten britischen Fruchtshake-Hersteller Innocent ein. In China lehnten die Behörden dagegen kürzlich aus Angst vor einer Monopolstellung die Übernahme des führenden chinesischen Saftproduzenten Huiyuan ab.

In Deutschland kündigte der US-Konzern zuletzt hohe Investitionen in seine Wassermarke Apollinaris an. Mit der italienischen Illycaffe starte Coca-Cola kalte Kaffeegetränke im deutschen Markt

bim/dpa/Reuters

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