Gewinnsprung IBM hebt die Stimmung
Armonk - Der Quartalsgewinn je Aktie sei im Jahresvergleich von 0,98 auf 1,16 Dollar gestiegen, meldete IBM gestern nach US-Börsenschluss. Analysten hatten im Schnitt nur 1,12 Dollar pro Aktie erwartet. Der Gewinn schnellte damit insgesamt um 15 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar in die Höhe. IBM steigerte auch den Umsatz um 7 Prozent auf 23,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 23,32 Milliarden Dollar gerechnet.
Für das gesamte Geschäftsjahr prognostizieren die Branchenexperten derzeit, dass IBM den Gewinn auf 4,95 Dollar je Aktie steigern wird. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft 4,34 Dollar pro Anteilschein erzielt. Beim Umsatz des Computerkonzerns und IT-Dienstleisters rechnen Analysten im Schnitt mit 96,34 Milliarden Dollar.
Die einzelnen IBM-Geschäftsbereiche entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Während die Sparten IT-Dienstleistungen und Hardware Umsatzsteigerungen verzeichneten, stagnierten die Erlöse in der Softwaresparte. Wachstumsregionen sind dem Unternehmen zufolge vor allem China, Russland, Indien und Brasilien.
Palmisano äußerte sich angesichts dieser Ergebnisse zuversichtlich für die Unternehmensperspektiven. "Wir verbessern weiterhin unsere operative Leistungsfähigkeit." IBM-Finanzchef Mark Loughridge bezeichnete die positiven Analystenprognosen für das Gesamtjahr außerdem während einer Telefonkonferenz als "vernünftig". Konkreter wollte er allerdings nicht werden.
Nach Bekanntgabe der Ergebnisse stieg der IBM-Aktienkurs in einem volatilen nachbörslichen Handel auf 84,84 Dollar, nachdem das Papier an der New Yorker Börse zuletzt mit 84,02 Dollar gehandelt worden war.
In den vergangenen Tagen hatten einige Unternehmen aus der Technologie-Branche enttäuschende Zahlen und Perspektiven geboten. So sorgte beispielsweise der weltgrößte Chip-Hersteller Intel mit einem negativen Ausblick für schlechte Stimmung. Dies lastete weltweit auf Technologie-Aktien. Zuvor hatten außerdem Softwarehäuser wie PeopleSoft oder Secure Computing mit Gewinnwarnungen schockiert. Für einen Lichtblick sorgte gestern allerdings der Computerbauer Apple, dessen Zahlen sich dank der großen Nachfrage nach dem MP3-Player iPod stark verbessert haben.