Gewinnwarnung Intel-Anleger rennen davon
Santa Clara - Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten musste Intel die eigenen Gewinnmargen-Ziele für das dritte Quartal kürzen. Bei der Quartals-Bruttomarge rechnet der Chipbauer nun mit etwa 58 Prozent statt ursprünglich etwa 60 Prozent. Im Juli hatte Intel diese Prognose bereits von 62 auf 60 Prozent gekappt. Auch für das Gesamtjahr zeigte sich die Gesellschaft pessimistischer und geht nun von einer Gewinnspanne von 58 bis 60 Prozent aus.
Intel rechnet überdies mit einem geringeren Umsatz. Für das Ende September auslaufende dritte Quartal erwartet der Konzern nun einen Umsatz von 8,3 bis 8,6 Milliarden Dollar statt bisher 8,6 bis 9,2 Milliarden Dollar.
Intel habe infolge gesenkter Preise mit einem stärkeren Boom gerechnet, sagte Intel-Finanzchef Andy Bryant bei einer Telefonkonferenz. Seiner Einschätzung nach ist die Nachfrageschwäche weltweit zu spüren, auch im Boomland China. Besonders schlecht entwickelten sich die Umsätze im Verbraucher- und Einzelhandelsbereich. Für das vierte Quartal wollte Bryant keine Aussagen machen. Er werde abwarten, wie sich der September entwickelt. Der Juli sei zwar "nicht schlecht" gewesen, der August dann aber schwach.
Der Kurs der im Dow Jones und im Nasdaq-Index notierten Intel-Aktie ging nach der schlechten Nachricht sofort auf Tauchstation. Im nachbörslichen Handel sackte das Papier zeitweise um über acht Prozent ab und rutschte damit deutlich unter 20 Dollar. Seit Ende Juni hat die Aktie knapp ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.