Gewinnwarnung: Microsoft muss Erwartungen korrigieren - DER SPIEGEL
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Gewinnwarnung Microsoft muss Erwartungen korrigieren

Microsoft-Chef Steve Ballmer schockt die Anleger: Der Softwarekonzern muss wegen schleppender PC-Verkäufe seine Gewinn- und Umsatzerwartung senken.
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Redmond/Hongkong - Microsoft teilte am Donnerstag nach Börsenschluss mit, dass Gewinn und Umsatz hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. Als Grund nannte der Softwarekonzern die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sowie niedrigere Ausgaben der Konsumenten und Unternehmen. An der Börse in Hongkong gab der Microsoft-Kurs am Freitag 8,8 Prozent nach.

Der Softwarekonzern erwartet nach eigenen Angaben im Quartal zum 31. Dezember 2000 einen Umsatz von 6,4 bis 6,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,46 bis 0,47 Dollar. Diese Erwartung liegt um fünf bis sechs Prozent unter der vorherigen Prognose des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2000/2001 erwartet Microsoft nach eigenen Angaben einen Umsatz von 25,2 bis 25,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,80 bis 1,82 Dollar je Aktie. Auch diese Prognose liegt um fünf Prozent unter der vorherigen Voraussage von Microsoft. Analysten hatten den Gewinn je Aktie im zweiten Quartal mit 49 Cents und im Gesamtjahr 2000/2001 mit 1,91 Dollar prognostiziert.

Nach der Gewinnwarnung fiel der Kurs der Microsoft-Aktie im nachbörslichen Instinet-Handel um 2,50 Dollar auf 53 Dollar. Auch andere Technologiewerte gaben nach. So verbilligten sich Intel auf 34-3/8 Dollar von 35-1/8 Dollar und Cisco Systems auf 49-5/8 Dollar von 50-15/16 Dollar.

Microsoft-Finanzchef John Connors sagte: "Wir glauben wie die anderen Technologieunternehmen, dass die derzeitige Schwäche der Weltwirtschaft zu einer Verlangsamung der PC-Verkäufe, der IT-Ausgaben der Unternehmen und der Ausgaben für Online-Werbung führt. Dementsprechend passen wir unsere Gewinn- und Umsatzerwartungen für das zweite Quartal und das gesamte Geschäftsjahr an".

Vor Microsoft hatten bereits mehrere Technologieunternehmen Gewinnwarnungen ausgegeben. Dazu gehören die PC-Hersteller Compaq, Gateway , Apple und Hewlett-Packard sowie die führenden Chiphersteller Intel und AMD.