Gewinnwarnung: Sun sieht noch kein Land - DER SPIEGEL
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Gewinnwarnung Sun sieht noch kein Land

Sun Microsystems rechnet für dieses Jahr nicht mehr damit, wieder in die Gewinnzone zu kommen. Auch die Rivalen müssen warnen.
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New York - Sun wird voraussichtlich im laufenden Quartal weitere Verluste einfahren. Das angestrebte ausgeglichene Ergebnis für das Quartal sei nur noch schwer zu erreichen: Angesichts der schwachen Nachfrage dürfte sich das dazu nötige Umsatzziel von 3,7 Milliarden Dollar kaum halten lassen.

Analysten waren bei Sun bislang von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen, einige hatten sogar einen Gewinn von zwei Cent pro Aktie erwartet. Die Aktie gab nachbörslich in der Nacht zum Donnerstag mehr als fünf Prozent nach.

Sun stand mit seinen schlechten Nachrichten nicht allein. Der Chiphersteller Advanced Micro Devices warnte vor geringeren Umsätzen im dritten Quartal. Der Konzern wird laut Unternehmensprognose im dritten Quartal 15 Prozent weniger umsetzen als im vorangegangenen Quartal. Dies werde auch zu einem operativen Verlust im dritten Quartal führen, teilte der Intel-Rivale mit.

Bislang war das Unternehmen von einem Umsatzrückgang zwischen 10 und 15 Prozent ausgegangen. Der Verkauf von Flash-Memory-Speichern werde um rund 30 Prozent oder 100 Millionen Dollar (110 Millionen Euro) zurückgehen. Der Absatz von PC-Prozessoren hingegen soll wie im zweiten Quartal bei rund 7,8 Millionen Stück liegen.

Der Mikrochip-Hersteller Altera legte in der Nacht zum Donnerstag eine Umsatzwarnung nach. Altera erwartet nach eigenen Angaben für das laufende dritte Quartal einen Umsatzrückgang von 15 bis 20 Prozent. Diese Zahlen lägen im Rahmen der gegenwärtigen Markterwartungen, hieß es.

Corning will 1000 Stellen streichen

Der Glasfaserkonzern Corning will angesichts der sinkenden Nachfrage weltweit rund weitere 1000 Stellen einsparen. "Wir haben einen plötzlichen Auftrags-Rückgang bei allen Kunstfaserprodukten erlebt", sagte Finanzvorstand James Flaws am Mittwochabend in New York. Auch in die Zukunft blickt Flaws pessimistisch. Im Jahr 2001 werde der Kunstfasermarkt deutlich weniger wachsen als 15 Prozent, was ursprünglich anvisiert worden sei.

Der Konzern hat seit Jahresbeginn angekündigt, weltweit 8000 Angestellte zu entlassen. Das sind 20 Prozent der Belegschaft. Der Glasfaserriese zählte zuletzt noch rund 33.000 Beschäftigte. Im zweiten Halbjahr könnte sogar weniger ausgeliefert werden als in der zweiten Jahreshälfte 2000. Der angekündigte Stellenabbau werde jedoch keine Löcher in die Bilanzen reißen. Diese Kosten seien bereits in dem 300 bis 400 Millionen Dollar schweren Umstrukturierungspaket enthalten.