Gewinnwarnung: VW reduziert Profitziel um mehr als 20 Prozent - DER SPIEGEL
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Gewinnwarnung VW reduziert Profitziel um mehr als 20 Prozent

Käuferstreik, hohe Ölpreise, starke Konkurrenz - Volkswagen hat wegen der anhaltend schwachen Branchenkonjunktur seine Gewinnziele für dieses Jahr deutlich nach unten korrigiert.
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Wolfsburg - Die bisherige Prognose, den operativen Vorjahresgewinn von 2,5 Milliarden Euro vor Sonderposten noch übertreffen zu können, könne VW nicht mehr halten, teilte das Unternehmen am Freitag zur Bilanzvorlage mit. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem operativen Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro.

Dabei hatte der Konzern im ersten Halbjahr 2004 mehr Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres und gleichzeitig seinen Umsatz deutlich gesteigert.

Als Grund nannte ein VW-Sprecher die schwierigen Rahmenbedingungen. Die anhaltenden politischen Unsicherheiten und das hohe Ölpreisniveau hätten sich als Hemmnisse für eine dynamischere Aufwärtsentwicklung erwiesen, heißt es in dem heute veröffentlichten Zwischenbericht. In Deutschland halte der wirtschaftliche Aufwärtstrend im ersten Halbjahr zwar an, was vor allem auf die Steigerung der Exporte zurückzuführen sei. Der schwache Arbeitsmarkt, die Verunsicherung der Konsumenten durch die Reformpolitik und die hohen Rohölpreise hätten allerdings nur zu einer leichten Erholung der Inlandsnachfrage geführt.

In China ziele die Wirtschaftspolitik nach einem sehr starken Wachstum im ersten Halbjahr auf eine Dämpfung der Konjunktur, zumal sich insbesondere der Inflationsdruck deutlich erhöht habe.

Dass VW seine Prognose senken werde, war unter Experten allgemein erwartet worden. Im ersten Halbjahr brach das Ergebnis nach Steuern um mehr als ein Drittel auf 383 Millionen Euro ein. Der Umsatz stieg um 7,3 Prozent auf 45,9 Milliarden Euro. Der Absatz erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 2,6 Millionen Fahrzeuge.