Gewinnwarnungen Unilever und Colgate Palmolive sehen schwarz
New York/Rotterdam - Der Gewinn 2004 werde höchstens um fünf Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr, teilte Unilever am Montag in Rotterdam mit. Bisher hatte Unilever mit mindestens zehn Prozent mehr Gewinn gerechnet. Im vorigen Jahr hatte Unilever einen Reingewinn von 4,27 Milliarden Euro erzielt.
Unilever nannte als Begründung für die reduzierte Erwartung vor allem geringere Verkäufe von Eiskrem und Eistee als Folge der schlechten Witterung im Juli und August in Nordeuropa sowie die unzureichende Marktentwicklung bei Produkten für die Haushaltsreinigung und Körperpflege in West-Europa. Zudem halte die scharfe Konkurrenz bei Waschmitteln und Haarpflegeartikeln auf einigen asiatischen Märkten an. Bei den führenden Marken des Konzerns, die in erster Linie für Umsatz und Gewinn verantwortlich sind, werde die Entwicklung im dritten Quartal hinter der des zweiten Quartals zurückbleiben.
Auch der Colgate-Palmolive-Konzern warnte am Montag, das zweite Halbjahr werde schlechter als erwartet verlaufen. Der Konsumgüterkonzern wird wegen gestiegener Rohstoffkosten und höherer Marketingaufwendungen im zweiten Halbjahr einen niedrigeren Gewinn ausweisen als von Analysten erwartet. Im dritten und vierten Quartal dürfte der Gewinn je Aktie (EPS) jeweils in der Spanne von 0,57 bis 0,59 Dollar ausfallen, sagte Vorstandschef Reuben Markt am Montag in New York. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen sehen einen Wert zwischen 0,64 und 0,69 Dollar für das dritte und von 0,66 bis 0,71 Dollar für das vierte Quartal vor.
Die deutsche Henkel hat ihre Jahresprognose indes bestätigt. "Wir bleiben bei unserer Prognose für das laufende Jahr und sehen keinen Grund, diese zu ändern", sagte ein Henkel-Sprecher am Montag in Düsseldorf. Henkel will beim Umsatz vor Währungseffekten und Zukäufen um zwei Prozent wachsen. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) und dem Gewinn je Aktie sind weiter Zuwächse im mittleren Zehn-Prozent-Bereich geplant.