Gigabell: Am seidenen Faden - DER SPIEGEL
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Gigabell Am seidenen Faden

Der Internet-Dienstleister Gigabell bekommt noch eine letzte Hilfe. Die finnische Jippii übernimmt die Mitarbeiter und einen Teil der Schulden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Das in Helsinki gelistetete Unternehmen Saunalahti, das vor rund einer Woche in Jippii umfirmierte, wird durch eine Übernahme der Gigabell-Mitarbeiter und die Nutzung der Lizenzen die Fortführung des Betriebs garantieren. Dafür bezahlen die Finnen rund 10 Millionen Mark. Mit dieser Summe soll ein Teil der Schulden beglichen werden, die sich insgesamt auf rund 50 Millionen Mark belaufen.

Die Zukunft von Gigabell sei nun offen, sagte Insolvenzverwalter Dirk Pfeil. Er geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren planmäßig am 1. November eröffnet werden kann. Rein rechtlich sei es möglich, dass ein Interessent den Firmenmantel ersteht, um damit Verluste abschreiben zu können, meinte Pfeil. Jedoch sei dies auf Grund der Höhe der Verbindlichkeiten eher unwahrscheinlich.

Die Aktie des Unternehmens Gigabell, die nach der Aussage des Insolvenzverwalters kaum noch einen Wert hat, wird voraussichtlich bereits am Dienstag wieder gehandelt. Sie war am Montagvormittag vom Handel ausgesetzt worden.