Gläubigerstaaten G7 kündigen umfassenden Schuldenerlass an.
London - Die Finanzminister der sieben führenden Industrieländern (G7) erwarten im laufenden Jahr ein robustes Wachstum der Wirtschaft. Nach der am Samstag in London veröffentlichten Abschlusserklärung ist die Inflation nach Einschätzung der Minister weiterhin unter Kontrolle. Die Risiken für das Wachstum seien ausgeglichen.
Es bestünden jedoch weiterhin Ungleichgewichte im internationalen Handel. Um diese zu beseitigen, hätten sich die USA zur Konsolidierung ihres Staatshaushalts verpflichtet. Europa und Japan hätten weitere Strukturreformen zugesagt.
Der Erklärung zufolge sind sich die G7 zudem einig, den ärmsten Ländern bis zu hundert Prozent ihrer Schulden zu erlassen. Dies solle nicht pauschal geschehen sondern für jedes Land einzeln verhandelt werden. Den Internationalen Währungsfonds (IWF) beauftragten sie, bis zur gemeinsamen Frühjahrstagung mit der Weltbank Vorschläge zu unterbreiten, wie die Goldreserven und andere Ressourcen des Fonds für die Umsetzung dieses Planes genutzt werden könnten.