Globalrezession China erleidet Konjunktureinbruch
Peking - Der Globalabschwung trifft auch die aufstrebende Wirtschaft Chinas: Das Wachstum hat sich im ersten Quartal auf ein Rekordtief verlangsamt. Zwischen Januar und März sei das Bruttoinlandsprodukt um 6,1 Prozent gestiegen, teilte das Nationale Statistikbüro am Donnerstag mit.
Während die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua die Zahl als das "schlechteste Wachstum der vergangenen zehn Jahre" bezeichnete, sprach die US-Bank Goldman Sachs vom niedrigsten Wert seit Beginn der Quartalsveröffentlichungen im Jahr 1992.
Mit den jetzt genannten 6,1 Prozent wurden vorherige Schätzungen in dieser Größenordnung bestätigt. Volkswirte hatten mit 6,3 Prozent gerechnet. Zum Vergleich: Im Schlussquartal 2008 lag der Zuwachs noch bei 6,8 Prozent, im ersten Quartal 2008 bei 10,6 Prozent.
Der Leiter des chinesischen Statistikbüros, Li Xiaochao, sagte, die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde sei mit einem Rückgang der Exporte und der Unternehmensgewinne sowie steigender Arbeitslosigkeit konfrontiert. Dennoch erklärte er, das Wachstum sei besser als erwartet ausgefallen.
Vor dem Hintergrund der schweren globalen Finanzkrise, die die Realwirtschaft härter als erwartet getroffen habe, sei das erreichte Wachstum "durchaus ein Erfolg", sagte Li und sprach von "positiven Veränderungen". Er verwies auf die hohen Investitionen durch das staatliche Konjunkturprogramm und die ausgeweitete Kreditvergabe. Die Anlageinvestitionen stiegen im ersten Quartal beispielsweise um 28,8 Prozent. Der Sprecher rechnete damit, dass die Investitionen auch in Zukunft "weiter schnell wachsen werden".